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Alle Materialien zur Sozialversicherung

Fusionen scheitern oft


Dass Fusionen zumeist nicht gut gehen, ist allgemein bekannt. 70 Prozent scheitern laut Harvard Business School. Das prominenteste Beispiel ist Daimler-Chrysler, dass mit einer unglaublichen Geldverbrennung endete. In Deutschland hat Regierungsberater Bert Rürup nachgewiesen, dass die Zusammenlegung von Krankenversicherungen die Verwaltungskosten nicht gesenkt, sondern erhöht hat.


Um wie viel riskanter müssen Zwangsfusionen sein?


Die nun geplante Zusammenlegung der Krankenkassen hat den Charakter einer Zwangsfusion, weshalb Widerstand aus der Belegschaft zu erwarten ist. Zudem wurde das erfahrene Management abgesetzt.


Verwaltungskosten bereits erstklassig niedrig


Auch fehlt ein klares Fusionsziel. Kein Wunder: Die Verwaltungskosten sind im internationalen Vergleich erstklassig niedrig. „Da geht kaum ein Millimeter. Schon gar keine Milliarde“, sagt Ex-ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky. All das erhöht die Chancen eines Scheiterns weiter.

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Internationaler Vergleich

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Verwaltungskosten pro Kopf

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Gerechnet

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Optimale Größe

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Schon die Pensionsfusion kostete mehr als sie brachte

Übereilte Fusionen kosten oft mehr als sie bringen, wie die Zusammenlegung der Pensionsversicherungsanstalten der ArbeiterInnen und Angestellten zeigt. Laut Rechnungshof-Prüfung 2010 führte die überhastete Vorgangsweise zu Planungs- und Durchführungsmängeln und kostete insgesamt über 200 Millionen Euro. Auch bei den Verwaltungskosten hätte sich die Pensionsversicherung zwischen 2003 und 2016 rund 1 Milliarde Euro erspart, wenn sie die Fusion nicht durchgeführt hätte, wie der Hauptverband errechnet hat.


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Ein Moloch wird geschaffen

Das geplante Gesetz würde einen Moloch schaffen, der weit weg von den Menschen über ihre Gesundheitsversorgung entscheidet. Das ist der falsche Weg, den die Menschen in Österreich sicher nicht wollen.
Macht ohne Betroffenheit


Die Wirtschafts-Eliten sollen in der neuen Krankenkasse gleich viel Macht haben wie die Versicherten. Im neuen Dachverband werden sie sogar die Mehrheit stellen. So werden sie in der neuen Krankenkasse den Ton angeben, obwohl sie dort selbst nicht versichert sind. Das ist auch verfassungsrechtlich bedenklich.

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Angriff der Wirtschaftseliten

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Interesse an Kürzungen

Die Wirtschafts-Eliten haben ein Interesse an Kürzungen im öffentlichen System. Denn wenn die Krankenkasse weniger ausgibt, können die Beiträge gesenkt werden, die die Wirtschafts-Eliten für ihre Beschäftigten einzahlen. Und in der privaten Krankenversicherung wittern viele das große Geschäft mit den kleinen Leuten.

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Schlechtere Leistungen und Selbstbehalte drohen

Die Folgen für die 7 Millionen Versicherten in der Krankenkasse werden also sein: weniger Leistungen, weniger ÄrztInnen-Stellen, weniger Therapieplätze. Dafür längere Wartezeiten und Selbstbehalte, wie sie die Industriellenvereinigung seit Jahren fordert. Für die Krankenkasse der Selbstständigen, wo die Unternehmer versichert sind, ändert sich nichts.

Geschwächte Kontrollen gegen Sozialbetrug
Die Beitragsprüfung soll von der Sozialversicherung zu den Finanzämtern wandern. Letztere haben einen weniger umfassenden Prüfungsauftrag und ihre Ergebnisse sind laut Rechnungshof schlechter als die der Sozialversicherung (1:3). Als Folge würde also weniger streng geprüft, ob die Beschäftigten korrekt angemeldet, eingestuft und bezahlt werden.

Privatisierung droht
Mit diesem Gesetz beginnt die Privatisierung des Gesundheitssystems. Start ist die Schwächung der öffentlichen Sozialversicherung. Immer mehr Leute werden aus Sorge um ihre Versorgung private Zusatzversicherungen abschließen. Die Privatversicherungen wittern bereits fette Geschäfte, wie an aktuellen Inserate-Kampagnen zu sehen ist. Außerdem könnten zukünftig immer mehr Leistungen von privaten, profitorientierten Unternehmen erbracht werden (zB über PPPs).

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Wenig Gewinner, viele Verlierer
Zusammengefasst hat die Reform zwei Gewinner, die Wirtschafts-Eliten und die Fusionsberater, und 7 Millionen Verlierer, nämlich alle Krankenkassen-Versicherten und ihre Angehörigen. Diese sind dann nur noch PatientInnen dritter Klasse, die als einzige nicht einmal selber darüber bestimmen dürfen, welche Leistungen sie erhalten.

 

Wichtige Informationen zur Diskussion um die Sozialversicherungen.

Bundesvorständekonferenz 23. Mai 2018

Redes des FSG-Wien-Vorsitzenden Christian Meidlinger

https://youtu.be/0oqys1c030A

Video

Strache puls 4

https://www.facebook.com/willi.mernyi/videos/1927970787274849/

https://www.facebook.com/puls4news/videos/10155718744554613/UzpfSTEwMDAwMTg1ODQwNTIyNDoxOTE1MTQyNzM1MjI0MzIx/

Gesamte Konferenz auf Video:

https://www.facebook.com/oegb.at/videos/1935275859868783/

Weitere Materialien

http://web.fsg.at/Resolution_23.05.2018.pdf

http://web.fsg.at/Hintergrundinfos_23.05.2018.pdf

http://web.fsg.at/Faktencheck_Beispiele_23.05.2018.pdf

Mein Herz für ein soziales Österreich

https://herzfuersoziales.at/

http://web.fsg.at/einherz.pdf

http://web.fsg.at/Herz_Flyer_3.pdf

http://web.fsg.at/Anzeigen_alle_2.pdf

AUVA

http://web.fsg.at/Offener Brief zur AUVA.pdf

Es geht um unsere Solidargemeinschaft. Es geht um unsere Sozialversicherung. Es geht um unsere soziale Absicherung.

https://mein.aufstehn.at/petitions/die-auva-darf-nicht-zerschlagen-werden-1
 

Das sind die Fakten zur Wiener Gebietskrankenkasse!

http://web.fsg.at/wgkkfakten.pdf

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