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FSG-Wien-Jugend setzt sich für die ÜBA’s ein

Immer weniger Wiener Betriebe bilden Lehrlinge aus

„Immer weniger Wiener Betriebe bilden Lehrlinge aus und gleichzeitig klagen die Arbeitgeber über einen Mangel an Fachkräften. Gerade nun will die Regierung Jugendlichen über 18 Jahre die eine Überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen (UBA) besuchen ihr Einkommen halbieren“, kritisiert Carina Köpf, Vorsitzende der FSG-Wien-Jugend.

In den letzten zehn Jahren sind rund 10.000 Ausbildungsbetriebe verloren gegangen. Gab es 2006 noch 37.783 Betriebe, die Lehrlinge ausgebildet haben, so sind es 2016 nur mehr 28.204. Das sind ein Viertel weniger Ausbildungsbetriebe. In Wien bilden beispielsweise nur noch rund 8 Prozent der Betriebe Lehrlinge aus. Köpf: „Deswegen sollten überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen u

nd deren Auszubildende auch eine höhere Wertschätzung und die entsprechende finanzielle Unterstützung bekommen.“
Doch nun will die Bundesregierung sowie die Wirtschaftskammer Österreich massive Einsparungen durchführen. Das Einkommen der Lehrlinge über 18 Jahre soll massiv gekürzt werden, von 753 Euro auf 325,80 Euro. Köpf: „Kürzungen in den ÜBA lösen weder den Fachkräftemangel, noch schafft die Bundesregierung damit einen einzigen Lehrplatz.
Die türkis-blaue Regierung sollte sich eher überlegen, wie sie junge Menschen besser in Betriebe vermitteln können und mehr Betriebe dazu auffordern, Lehrlinge auszubilden.“

Köpf weiter: „Wir fordern die Bundesregierung zu einem klaren Bekenntnis zur überbetrieblichen Ausbildung auf, solange es nicht für jeden Jugendlichen einen geeigneten Lehrplatz gibt. Wir wehren uns vehement dagegen, dass bei Jugendlichen, die jetzt schon am Rande des Existenzminimums leben, Kürzungen vorgenommen werden.“

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