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Gerhard Michalitsch einstimmig zum AK-Präsidenten gewählt

Alfred Schreiner legt seine Funktion zurück und geht in Pension

In einer Ausserordentlichen Vollversammlung der Arbeiterkammer Burgenland im Kulturzentrum Eisenstadt legte Alfred Schreiner seine Funktion als Präsident der AK Burgenland zurück. Er wird mit April in Pension gehen. Zum neuen Präsidenten wurde der bisherige AK-Vizepräsident und ÖGB/FSG-Landessekretär Gerhard Michalitsch einstimmig von den Kammerrätinnen und Kammerräten gewählt. Sozialminister Alois Stöger gelobte den neuen Präsidenten an.

„Ich bin ein Arbeiterkind und ich danke meinen Eltern, dass sie mich auf meinem Weg immer unterstützt haben“, sagte der der neue AK-Präsident Gerhard Michalitsch in seiner ersten Rede nach der Angelobung. Er dankte seinem Mentor Alfred Schreiner, der eine Ära des Aufschwungs im Burgenland geprägt habe. Präsident Michalitsch nannte drei Ziele, die er als AK-Präsident erreichen wolle: „Die Arbeiterkammer hat ein ausgezeichnetes Fundament. Ich will sie aber noch näher zu den Menschen bringen. Das betrifft den Ausbau des Services für unsere Mitglieder, aber auch die konkrete politische Interessensarbeit. Weiters muss der Sozialstaat weiter ausgebaut und abgesichert werden, vor allem die Finanzierung muss weiterhin gegeben sein. Als drittes Ziel will ich erreichen, dass jeder, der arbeitet, auch gut von seinem Einkommen leben kann. Wir wollen Partner für die Wirtschaft sein, die diese Ziele unterstützen, aber auch kritisch jenen auf die Finger schauen, die sich nicht an die Gesetze halten und gegen Arbeitnehmerinteressen agieren.“

Die Vollversammlung fand in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste statt. Neben Landeshauptmann Hans Niessl, den LandesrätInnen Verena Dunst, Mag. Astrid Eisenkopf, Mag. Norbert Darabos und Helmut Bieler und den Landtagspräsidenten Christian Illedits und Rudolf Strommer nahmen Vertreter der  Landtagsklubs, der anderen Arbeiterkammern und der Sozialpartner an der Sitzung teil.

In seinem Referat vor der Vollversammlung lobte Sozialminister Alois Stöger die Arbeit von Alfred Schreiner: „Alfred Schreiner war immer ein Garant für eine starke Arbeitnehmervertretung. Er hat sich unermüdlich für die Interessen der burgenländischen Arbeitnehmer eingesetzt.“
Stöger bekannte sich zu einer aktiven Arbeitsmarktpolitik: „Wir brauchen faire Spielregeln im Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping.“ Mit der gestern präsentierten Beschäftigungsinitiative sollen 20.000 neue Jobs entstehen, mit der Ausbildungspflicht habe man einen wichtigen Schritt bei der beruflichen Qualifizierung von Jugendlichen gesetzt. Auch auf der EU-Ebene müsse aber das Thema Arbeit oberste Priorität haben.

Die Wahl des neuen Präsidenten machte weitere Personalentscheidungen in der AK-Vollversammlung notwendig. Wolfgang Jerusalem wurde einstimmig zum neuen Vizepräsidenten, ebenso einstimmig Michael Mohl zum neuen Vorstand gewählt.

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