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"Krankheit" Arbeitslosigkeit bekämpfen

SPÖ und FSG Burgenland präsentieren ihre Maßnahmen, um Arbeitslosigkeit zu verringern

Die gute Nachricht vom Arbeitsmarkt: Seit zwei Monaten sinkt die Arbeitslosigkeit im Burgenland. Das Land sorgt mit Qualifizierungsmaßnahmen für eine weitere Verstärkung dieses Trends, erklärt SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Klubobmann Robert Hergovich: „Wir zünden mit dem Landesbudget 2017 den Turbo für Wachstum und Beschäftigung mit der höchsten Investitionsquote aller Zeiten! Mit überbetrieblichen Lehrangeboten und dem Qualifizierungsförderungszuschuss unterstützt das Land die beste Bildung und Ausbildung für die Burgenländerinnen und Burgenländer. Denn Bildung und Ausbildung sind das beste Rezept gegen die ‚Krankheit‘ Arbeitslosigkeit!“ FSG-Landessekretär Gerhard Michalitsch betont die Auswirkung neuen Arbeitszeitregelungen auf die Arbeitslosigkeit: „Die Arbeitgeber wollen den 12-Stunden-Arbeitstag legalisieren. Das heißt, sie wollen sich die Kosten für Überstunden sparen!“, kritisiert Michalitsch.
   
Mit dem Landesbudget 2017 werden die Arbeitsmarktmaßnahmen des Landes weiter verstärkt, erklärt SPÖ-Klubchef Hergovich: „Das Landesbudget 2017 ist mit einer Rekord-Investitionsquote von 21,3 % – 235 Millionen Euro – ein wichtiger Impuls für Wirtschaft, Wachstum und Beschäftigung. Der Fonds für Arbeit und Wirtschaft (FAWI), aus dem Arbeitsmarktmaßnahmen finanziert werden, wurde um 100.000 Euro auf 800.000 Euro aufgestockt. Außerdem sind 600.000 Euro für den Qualifizierungsförderungszuschuss vorgesehen.“ Über die sogenannten BAG-Maßnahmen finanziert das Land gemeinsam mit dem AMS überbetriebliche Lehrausbildungen. „640 Ausbildungsplätze in überwiegend technischen Berufen stehen dafür im aktuellen Ausbildungsjahr zur Verfügung“, so Hergovich.

Bei Arbeitskräften im Burgenland mit Pflichtschulabschluss als höchster abgeschlossener Ausbildung liegt die Arbeitslosenquote bei überdurchschnittlichen 13,0 %. Bei Arbeitnehmern mit Lehrabschluss ist die Quote mit 6,9 % nur gut halb so hoch, bei Burgenländern mit Hochschulabschluss gar nur bei 2,3 %. „Also je höher der Bildungsabschluss, desto kleiner die Gefahr auf Arbeitslosigkeit. Das Land setzt mit seiner umfassenden Unterstützung von Bildung und Ausbildung den richtigen Schwerpunkt!“, erklärt Hergovich.

Michalitsch: Kritik an 12-Stunden-Arbeitstag

Ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit ist auch die Arbeitszeit, erläutert FSG-Landessekretär Gerhard Michalitsch: „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich leisten pro Jahr 250 Millionen Überstunden, 50 Millionen davon sind unbezahlt. Umgerechnet entsprechend diese unbezahlten Überstunden 60.000 Arbeitsplätzen, die geschaffen werden könnten. Leittragende sind vor allem Frauen: Der Anteil unbezahlt geleisteter Überstunden liegt bei ihnen mit 27 % höher als bei Männern mit 18 %. Das heißt, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten länger, der Arbeitgeber zahlt dafür aber nicht!“

Entsprechend kritisiert der FSG-Landessekretär die Forderung, unter anderem der ÖVP, nach einem 12-Stunden-Arbeitstag: „Wenn wir wollen, dass die Menschen in Zukunft länger berufstätig und dabei gesund, leistungsfähig, motiviert und kreativ bleiben, dann brauchen wir neue Arbeitszeitmodelle, die den ArbeitnehmerInnen mehr Zeit zum Leben lassen, Zeit für Familienleben, Regeneration, Sport oder Weiterbildung sowie für die Teilhabe am politischen und kulturellen Leben. Und nicht einen gesetzlichen 12-Stunden-Tag, der Arbeitgebern ermöglicht, ihre oft schlechte Zahlungsmoral bei den Überstunden zu legalisieren!“, so Michalitsch.
 
 
 

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